Sony a6000 - so nie! oder doch?

By in
Sony a6000 - so nie! oder doch?

Was soll denn das sein, dachte ich mir, als ich sie das erste Mal in der Hand hatte. Viel zu klein, APS-C und ausser Stephan Wiesner kenn ich Keinen, der mit dem „Ding“ brauchbare Bilder macht.

Meine APS-C Zeit hatte ich vor Jahren hinter mir gelassen und Sony kann ja auch nicht wirklich was drauf haben, da ja nicht einmal die Fotografen die ich persönlich kenne mit ihrer Sony a7 Mark „was weiss ich“ Bilder hinbekommen, die nicht wie mit dem Handy gemacht aussehen. Na gut, einen Fotografen aus Chemnitz kenn ich, der hat’s schon drauf, aber dem kannste auch einen Stein in die Hand geben und der macht damit ein geiles Bild.

Für einen kleinen Test nehm ich die a6000 mit in die Stadt (Leipzig) um ein Gefühl dafür zu bekommen. Kaum 3 Meter gegangen, hab ich die Bedienung verstanden und die ersten geilen Bilder kamen aus der kleinen Sony.

Alter wie geil, man sieht schon vor dem Auslösen wie das Bild wird, ein Traum.

Was das wieder an Daten Müll spart. Bei meiner Canon sind über die Hälfte der Bilder die ich mache Tests der Einstellungen. Wie sich auch später bei einem Shooting zeigt, mache ich mit der Sony ca. 60% weniger Bilder pro Shooting. Das spart viel Zeit beim Bilder sichten und vor allem Platz auf den Festplatten.

Begeistert von der a6000 nahm ich sie mit, um sie einem Langzeittest unter rayalistischen Bedingungen zu unterziehen .

Dank youtube kannte ich innerhalb weniger Stunden auch die noch so versteckten Funktionen. Autofokus, manueller Fokus, Gesichtserkennung, Augenautofokus, von dem noch nicht mal die Verkäufer bei Saturn und Media Markt was wussten (geht nicht mit jedem Objektiv), ein Traum.

Was kostet das kleine Teil eigendlich? Um die 500 Euro inkl. Objektiv kostet die a6000 zur Zeit bei Amazon, für das was die Kleine kann ist das geschenkt.

Im Vergleich zu meiner 6D kann die a6000 Sachen von denen ich noch nicht einmal gewusst habe, dass es sie gibt. Ja man merkt… Ray ist verliebt, aber nur weil eine Kamera mit Funktionen und Autofokuspunkten voll gepackt ist, heisst das ja nicht dass sie gute Bilder macht.

Das erste Shooting mit der Sony stand vor der Tür, die 6D war mit im Gepäck, sicher ist sicher dachte ich mir und die besseren Objektive hab ich für die Canon auch.

Mit der a6000 hab ich neben dem Standart Kit 16-50 mm noch das 50 mm 1.8. 1.8 klingt schon besser als die F3.5 des Kits aber 50mm an APS-C ist jetzt nicht so der Renner, nun gut dann muss das Kit herhalten.
Durch die Erfahrung mit dem Canon Kit dachte ich mir dass es nichts werden kann, aber was will man machen, man muss mit dem arbeiten, was man hat.

Die ersten Bilder waren im Kasten und sahen auf dem kleinem Display mit der mittelmässigen Auflösung richtig gut aus. Dass das nichts heissen muss kennt ja jeder Fotograf. Wenn man die Bilder gross am Rechner sieht, kommt (gerade am Anfang) oft das böse Erwachen.

Vom Shooting zurück, im Vorbeigehen das Macbook vom Schreitisch gegriffen und die Karte rein. Wenn die Bilder nichts geworden sind.. OMG
(zur Sicherheit hatte ich alle Bilder mit der 6D als Backup gemacht, soviel Vertrauen in die Sony hatte ich wohl doch nicht).

Und es war gut dass ich ein Backup hatte, die Bilder der Sony waren am Rechner genau so geil wie auf dem kleinem Display 😉 Aber besser man hat als man hätte. #backupyourlife
Auch bei den Bildern bei denen ich die ISO der Sony weit über 1000 hatte, kommen die Bilder echt gut, eine kleine Auswahl folgt am Ende des Artikels.

Unterm Strich ist die Sony a6000 trotz ihres Alters eine vollwertige Kamera mit der selbst ein Vollformat verwöhnter Fotograf gute Bilder machen kann.
Aber die Kleine hat auch Nachteile bzw. Dinge die mich stören. Ein großer und auch bekannter Schwachpunkt ist der Akku. Die Canon schalte ich bei einem Shooting nie aus, da die Akkus locker ne Woche halten. Bei der Sony hab ich mir angewöhnt, sie jedesmal auszuschalten wenn ich sie nicht benötige, damit ich übers Shooting komme. Sony packt netterweise KEIN Ladegerät mit zur a6000, man darf sie per USB Kabel laden. Der Vorteil daran ist, dass man sie auch mit einer Powerbank laden kann und das sogar recht zügig.

Resultate

Leave a reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.